Über mich

Pferde begleiten mich schon mein Leben lang. Als Kind began ich ganz typisch mit Longenunterricht bei einem klassischen Reitstall. Nach einiger Zeit hatte ich das Glück zu einem kleinen Ponyhof zu wechseln. Bei diesem lernte ich nicht nur das Reiten, sonder vor allem auch den Umgang mit Tieren und viel über all die Arbeiten die dazu gehören. Nach ein paar Jahren wollte ich aber doch etwas mehr Freiraum und die Möglichkeit mal nicht in der Abteilung zu reiten und so wechselte ich zu einem kleinen Araberzucht Stall, der es sich auf die Fahnen geschrieben hatte Pferde im Einklang mit der Natur zu halten und so sogar Landschaftspflege mit ihnen zu betreiben. Hier habe ich viel über das natürlich Leben von Pferden innerhalb der Natur gelernt. Dort lernte ich auch mein heutiges Pferd Zürpriz, damals noch als Reitbeteiligung kennen. Im Jahr 2013 wagte ich dann den großen Schritt und übernahm ihn von seinem Vorbesitzer. Was ich bis heute nicht bereue.

Parallel begann ich verschiedene Kurse und Fortbildungen zu besuchen. Ich war immer auf der Suche nach guten Ansätzen zum Pferdetraining. Gerade durch einige Schwierigkeiten, die ich mit meinem Pferd am Anfang hatte (er war sehr ängstlich und schreckhaft und wollte sich nicht wirklich einfangen lassen) wuchs mein Interesse an neuen und alternativen Trainingsmethoden. Mit meinem bisherigem Wissen kam ich bei ihm einfach nicht weiter. So besuchte ich Kurse im Bereich des Centered Riding, der Tellington Methode, des Natural Horsemanships, des Longenkurs, der gymnastizierenden Arbeit mit dem Pferd und auch zu Themen der Pferdefütterung und Hufpflege.

Einige Trainer*innen mit den ich auf diesem Wege zusammen Arbeiten durfte und die mich wahnsinnig voran gebracht haben waren und sind: Stephanie Horung, Susanne Salzmann, Lisa Kittler, Susanne Lohas, Silke Vallentin, Klaus Werzinger und viele andere.

Die freie Zeit nach meinem Abitur wollte ich unbeding nutzen um mich noch intensiver mit meinem Pferd, Pferden generell und verschiedenen Trainingsmethoden zu beschäftigen. Dazu hatte ich bei verschiedenen Auslandaufenthalten als Working Student die Möglichkeit. Die ersten drei Monate verbrachte ich in England bei Alison Jones und David Zünd auf dem Hof The HorsePlace. In dieser Zeit lernte ich viel zum Horsemanship, zum alltäglichen Umgang mit Trainingspferden und konnte auch einfach wundervolle und aufregende neue Erfahrungen mit meinem Pferd, z.B. bei einem Strandritt, einer kleinen Show und auf unserem ersten Tunier sammeln. Danach war ich für zwei Monate in Schweden im Stall Haväng bei Monika Sanders (ehm. Müller) Trainerin der akademischen Reitkunst. Hier hatte ich die Chance wahsinnig viel beim Training der sehr verschiedenen Pferde zuzusehen und im Unterricht mit vielen unterschiedlichen Pferden nach den Prinzipien der akademischen Reitkunst zu arbeiten. Ich konnte meinen Blick und auch meine Hilfen wahnsinnig schulen und durft auch bei der Ausbildung der Trainingspferde mithelfen. Auch in Deutschland nutze ich meine freie Zeit für die Pferde und begann ein 3 Monatiges Praktikum beim Reit- und Therapiehof Hollerhof bei Petra Berg-Hoffmann, Centered Riding Trainerin und Reittherapeutin. Hier konnte ich mich intensiver mit dem Unterrichten des Centered Riding und auch der Reittherapie beschäftigen. Zeitgleich dazu begann ich als mobile Reitlehrerin in und um Berlin unterwegs zu sein und arbeitete nach dem Praktikum als freie Mitarbeiterin bei Hollerhof.

Im Oktober 2014 absolvierte ich erfolgreich die Ausbildung zur Centered Riding Instruktorin bei Lotta Sodaström. Diese Methode begeistert mich immer wieder aufs neue und ich habe wieder sehr viele neue Übungen und Methode an die Hand gelegt bekommen. Das neue Wissen konnte ich direkt in meine Tätigkeit als Reitlehrerin einfließen lassen.

Parallel dazu startete ich mein Studium der Psychologie, meine andere Leidenschaft. Zuerst war ich als Gasthörerin an der FU Berlin und seit Oktober 2015 bin ich an der Universität Kassel.

In den Sommersemesterferien 2015 absolvierte ich ein weiteres Praktikum, diesmal in Portugal bei der Trainerin der akademischen Reitkunst Dörte Bialluch. Auch das war wieder eine intensive Zeit des Lernens und gerade die arbeit mit den wahnsinnig fein ausgebildeten Pferden vor Ort hat mir ein ganz neues Gespür dafür gegeben was in der Kommunikation mit dem Pferd möglich ist.

Seit 2015 bin ich als mobile Reitlehrerin in Kassel und der Umgebung unterwegs und auch ab und zu noch in Berlin. In dieser Zeit hatte ich die Möglichkeit bei Kursen und Coachings von Stephanie Hornung zu assistieren. Dabei habe ich viel zum Unterrichten und den Umgang mit ganz unterschiedlichen Pferde und Reiter*innen Paaren gelernt.

2016 absolvierte ich erfolgreich ein Centered Riding Update mit Neleke Deen.

Außerhalb des Reitens beschäftige ich mich auch mit Themen der bewussten Bewegung beim Menschen ohne Pferde. Dafür habe ich verschiedene Kurse zum Thema Alexander Technik besucht und nehme wöchentlich Unterricht in der Feldenkrais Methode. Das ist auch eine wahnsinnig tolle Bereicherung für mein Reiten.

 

An dieser Stelle möchte ich ganz besonders Stephanie Hornung für ihre wundervollen Unterricht und ihre jahrelange Unterstützung danken. Sie zeigete mir als erste diesen neuen und pferdefreundlichen Weg im Umgang mit Pferden und begleitet mich seit meiner Kindheit als Trainerin des Vertrauens. Auch meine Ausbildung zur Reitlehrerin unterstütze sie mit ihrer positiven Art und all den Möglichkeiten sie zu Kursen zu begleiten und von ihr zu lernen wahnsinnig stark. Sie ist leider viel zu früh von uns gegangen. Ich werde versuchen ein Stück von dem was sie in die Pferdewelt gebracht hat in meinem Unterricht und Leben weiterzutragen.